Ich habe immer darüber gesprochen, dass mit Beginn meiner Reise mein LittleBigAdventureVol.2 anfängt, mein kleines, großes Abenteuer. Klar… ich bin ich erst seit drei Wochen unterwegs aber es fühlt sich bereits an, als hätte ich in meinem Leben nie etwas anderes gemacht als draußen zu leben, draußen zu schlafen, zu reisen und frei zu sein. 

Es fühlt sich nicht an wie ein Abenteuer, es fühlt sich an wie die pure Realität, das echte Leben, wie Alltag! Ich spüre mich, ich spüre die Natur und alles was um mich herum passiert, viel intensiver und viel realer als jemals zuvor. Und der Gedanke daran, dass meine Reise so schnell nicht enden wird, macht mich wahnsinnig glücklich und stolz und ich freue mich darauf weiter in die Ferne zu fahren.

Mittlerweile habe ich knapp 1700 km hinter mir gelassen und sicherlich auch ein paar Kilo Körperfett. Gewonnen habe ich neben den Erfahrungen und unzähligen Eindrücken: Beinmuskulatur und PATINA!!! Jawoll! Schrammen, sonnengebräunte Haut mit diversen Abdrücken, blaue Flecken und diese nie ganz sauberen Hände, ich nenne sie gerne Draußenhände! 

Eine ganz besonders tolle Begegnung die ich in Österreich hatte gilt den Jungs aus München, vier 16(?) jährige Jungs, die in Ihren Ferien mit dem Rad von München nach Wien wollten. Wir haben uns auf der Strecke immer mal wieder eingeholt und überholt und zur Krönung haben sie mich dann in ihr Gästehaus zum Grillen eingeladen. 

Danke Jungs!

Seitdem ich ein wenig die Slowakei durchfahren habe und mittlerweile sogar schon in Ungar bin, ich die Sprache nicht mehr verstehe und eindeutig als Touristen gesehen werde, genieße ich die begeisterten und interessieren Gesichter, Menschen die mir zuwinken, vorbeifahrende Motorrad-, Traktor- und Autofahrer die mir „Daumen Hoch“ zeigen. 

Ich mag das augenscheinlich bescheidene Leben welches die Menschen hier führen, alles scheint etwas entschleunigt zu sein, im Gegensatz zu Deutschland. Die Straßen sind nicht das Nonplusultra, Beschilderungen muss man teilweise suchen, Englischkenntnisse sind oft nicht gegeben, da wird einem wieder mal bewusst, unter was für Luxusproblemen wir Zuhause zum Teil leben. 

In fast jedem Vorgarten findet man eigene, private Weinstöcke, oft herumlaufende Hühner und Ziegen, Pferde oder Schafe. Kleine Gemüseäcker, Obstbäume. Viele Grundstücke haben einen Brunnen! 

Ich hoffe auf intensive Begegnungen in Ungarn, auf gutes Essen und auf bessere Wetterprognosen für die kommenden Tage 🙂 

Mein Gefühl sagt mir: ich werde hier eine interessante Zeit verbringen!