Wow. Eine Woche bin ich nun schon auf den Straßen, auf dem Weg in die große weite Welt. 

Was ein toller Abschied. Danke an alle die da waren! 

Nachdem ich die ersten drei Tage von Basti begleitet wurde und wir auf dem Weg nach Frankfurt ordentlich Höhenmeter gemacht haben, bin ich froh die Entscheidung getroffen zu haben, ein paar überflüssige Kilos wieder Nachhause zu schicken. 

Nun fahre ich seit Mittwoch alleine und mit 10kg weniger auf dem Drahtesel durch Deutschland, mit dem großen Ziel am Sonntag in Günzburg mein erstes Projekt zu realisieren, „Red balloon goes Krass.e.V. In Günzburg“. 

Alle Kinder sind herzlich eingeladen mit mir und der lieben Susanne Tiere aus Luftballons zu basteln und natürlich allerhand Fragen zu meiner Reise zu stellen. 

Aber wie sieht eigentlich mein „Alltag“ aus? Ist es schon Alltag geworden? 

Ehrlich gesagt fühlt sich bereits jeder Tritt in die Pedale, jedes mal Zelt auf- und abbauen unfassbar normal an. 

Ich stelle mir meinen Wecker auf 8Uhr, wache allerdings um 7:30 auf und schaffe es dann auch (weil Basti ja nicht mehr dabei ist 😉 ) aus dem Zelt zu kriechen und mir in der noch sehr kalten Morgendämmerung meinen Café zu kochen und mein Porrige mit Obst zuzubereiten. 

Dann geht es ab an den Fluss, See, Teich, Bach und bald auch das Meer, Zähne putzen und dabei das schmutzige Geschirr und Besteck sauber machen.

Zelt abbauen, Isomatte und Schlafsack zusammen rollen, Taschen packen, zack ans Rad und ab geht die Post. 

Abends starte ich dann quasi umgekehrt. 

Als erstes baue ich mein Zelt auf und sorge dafür, dass ich ein schönes Nest für die Nacht habe. 

Wenn es die Zeit und das Wetter zu lässt, dann gibt es ne runde Yoga, auf die ich auch nur sehr ungern verzichte. Yoga Tut mir wahnsinnig gut um runter zu kommen, den Tag Revue passieren zu lassen und meinen Körper von der monotonen Haltung auf dem Rad zu erholen. 

Essen kochen, „Baden“ und dann, derzeit noch recht früh, ins Bett. Die Abende sind noch ziemlich kalt und feucht, da ist es im Schlafsack gemütlicher. Außerdem lässt sich da auch etwas auf meiner Ukulele klimpern, auch wenn ich noch unbedingt ein kleines Lernbuch unterwegs aufgabeln muss!

Im Zelt wird mir dann immer wieder bewusst, wie unfassbar schön die Natur ist. Mäuse rascheln im Laub, Spechte picken sich die Schnäbel wund, Kröten machen einen auf Opernsänger…. 

Ich freue mich auf den morgigen Tag in Günzburg und auf die letzte Woche in Deutschland in der ich in München und in Bad Aibling noch Freunde besuchen werde, duschen kann und in einem richtigen Bettchen schlafe.

Der Gedanke daran über die Grenze zu fahren, auch wenn es vorerst „nur“ Österreich ist, erfüllt mich sehr und weckt die Neugier und die Vorfreude vor dem Neuen und noch Unbekannten. 

Bisherige km: 612